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  • Pfarrer Tobias Habicht spannte in seiner Predigt den Bogen zwischen dem Volkstrauertag und Sankt Martin, dessen im November auch gedacht wird. Die Botschaft des St. Martinspiels ist klar wie einfach: „Kreise nicht nur um dich selbst, verliere den andern nie aus dem Blick, hab Mitgefühl für jene, denen es schlechter geht als dir, teile was du hast.“ Martin ist Friedensbotschafter für Große und für Kleine. Mit den Laternen ziehen sie im November durch unsere Dörfer, tragen in die Welt ihr Licht. Ihre Botschaft ist: „Fürchtet euch nicht“. Oft ziehen sie vorbei an den Steinen, auf denen die Namen jener geschrieben stehen, die vor 100 Jahren nicht viel älter als (diese) Kinder, in den Krieg ziehen mussten und aus dem Krieg nicht mehr heimkehrten. Damals wurden, auch von Kirchenseite, das Volk und auch die Kinder zur Treue zum Vaterland aufgerufen. „Dem deutschen Vaterlande Treue bis an den Tod (…), süß und ruhmvoll ist es, für das Vaterland zu sterben“ so lautete damals der Aufruf. Diese Sprache, dieses Denken – es führte in die Katastrophen des 20. Jahrhunderts, so Pfarrer Habicht. Diese Katastrophen soll es im 21. Jahrhundert nicht mehr geben. Sprache kann so vieles bewirken, Gutes und Grausames, und wenn sie erst einmal verbrämt ist, dann ist es schwer Worte zurück zu erobern. Treue kann auch Gutes bewirken, es hat etwas mit „fest sein, sicher sein, vertrauen“ zu tun. Als Beispiel nennt Pfarrer Habicht das Treueversprechen der Ehe. Treue heißt für ihn dran zu bleiben, nicht jeder Mode hinterherzurennen, sein Fähnchen nicht in den Wind zu hängen, auch einmal etwas auszuhalten, zu dem zu stehen was man sagt, seine Überzeugungen zu haben und sich dafür einzusetzen, dass sich andere auf einem verlassen können – in guten und in schlechten Zeiten. Dies alles ist viel wert in unserer schnelllebigen Zeit, die so viele Veränderungen mit sich bringt. Jeder Mensch hat einen unverlierbaren Wert, darauf erwächst die Aufgabe jenen zu helfen, die einen brauchen. Es gibt keine deutsche Würde sondern eine Menschenwürde, so Pfarrer Habicht.


    Bürgermeister Hans-Peter Braun erinnerte an die Bedeutung des Volkstrauertages, an dem sich heute überall in den Gemeinden die Menschen in der Sorge um den Frieden in der Welt vereinen. Alle verfolgen mit wachem Geist das Geschehen unserer Gegenwart und müssen stets auf Neue feststellen, dass wir weltweit nicht von friedlichen Zuständen reden können. Dieser Tag gelte dem Gedenken an die Millionen Menschen, die in zwei Weltkriegen im Abstand von nur wenigen Jahren ihr Leben auf grausame Weise verloren haben, aber auch dem Gedenken an die unermesslichen Opfer, die der Terror des Nationalsozialismus, des Rassismus und der Verfolgung auf unerbittliche Weise gefordert hat. Wir denken an die Hinterbliebenen, die bis heute unter dem Trauma des Verlusts nahestehender Menschen leiden. Die schändlichsten Kapitel unserer eigenen Geschichte müssen uns Mahnung und Verpflichtung sein, überall auf der Welt für den Frieden einzutreten. Demokratie, Rechtsstaat und ein soziales Miteinander tragen zu einem menschlichen Miteinander bei, sie sind die wichtigsten Eckpfeiler für ein friedliches Zusammenleben, so Bürgermeister Hans-Peter Braun. Was in Europa möglich war, muss auch in anderen Teilen der Welt gelingen. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass in Europa zwischen einstmals unversöhnlichen Feinden, die sich waffenklirrende Auseinandersetzungen mit unzähligen Opfern geliefert haben, partnerschaftliche Beziehungen entstanden sind. Für uns ist es heute undenkbar, dass zwischen europäischen Staaten Kriege ausbrechen werden. Eine starke Demokratie, eine wache Bürgergesellschaft und Verantwortungsbewusstsein bei jedem von uns sind die beste Gegenwehr gegen Kräfte, die unsere verfassungsmäßige Ordnung missbrauchen und aushöhlen wollen. Frieden zwischen Menschen und Völkern muss zur Selbstverständlichkeit werden. Daran müssen wir in unserem unmittelbaren Umfeld festhalten. Hass und Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben, mahnt Bürgermeister Hans-Peter Braun.


    Pfarrer Tobias Habicht und Diakon Alfred Hänecke gestalteten den Wortgottesdienst. Sie baten gemeinsam um Frieden, Verständigung und Versöhnung.


    Vertreter der Vereine und des Gemeinderates sowie einige Bürger nahmen an der Feierstunde beim Kriegerdenkmal teil. Die beiden Männergesangvereine unter der Leitung von Frau Elke Haag und der Musikverein unter der Leitung von Uwe Bäuerle sorgten für eine würdige Umrahmung der Gedenkfeier. Bürgermeister Hans-Peter Braun legte unter Begleitung der Fahnenträger im Ehrenhof des Kriegerdenkmals einen Kranz nieder, wo die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes Ehrenwache hielten.

  • Ca. 200 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung von Bürgermeister Hans-Peter Braun und dem Gemeinderat gefolgt und haben sich im Rahmen der Bürgerversammlung über die geplante Sanierung des Bühlot-Bades informiert. Der Besuch hat sich gelohnt – die Informationen waren umfassend.

    Bauamtsleiter Norbert Graf gab zunächst einen Überblick über die bisherigen Verfahrensschritte: Am 7.2.2017 wurde die Deutsche Gesellschaft für das Bäderwesen mit einem Gutachten beauftragt. Am 26.9.17 wurde das Ergebnis mit einem Kostenumfang von 5,2 Mio. Euro netto vorgestellt. Am 12.12.17 wurde das Büro Klotz u. Partner mit einem europaweiten Ausschreibungsverfahren für die Planungsleistungen beauftragt. Am 6.3.18 hat das Büro das Vergabeverfahren und insbesondere den Zeitplan vorgestellt. Am 24.4.18 wurde im Gemeinderat die Auswertung und Auswahl der Bewerber vorgestellt. Am 3.7.18 erfolgte die Vergabe von Planungsaufträgen Leistungsphasen 1 – 3 (HOAI) für Gebäudeplanung und technische Gebäudeausstattung. Am 19.9.18 machte sich der Gemeinderat im Rahmen einer Infofahrt ein Bild von mehreren Bädern der Region. Noch am selben Abend beschloss der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung, einen Zuschussantrag zur Förderung im Rahmen des neu aufgelegten Bädersanierungsprogrammes beim Bund zu stellen. Am 25.9.18 beauftragte der Gemeinderat die Büros für Ingenieurleistungen, Baugrunduntersuchung und Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1 – 3). Im Rahmen der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 6.11.18 wurden die 3 Planvarianten vorgestellt. Von der Informationsveranstaltung möchte man nun auch ein Stimmungsbild bzw. die Einschätzung der Bürger für die weitere Vorgehensweise mitnehmen.

    Die beauftragten Planungsbüros „Schick GmbH“ und „Kannewischer“ stellten ausführlich 3 Planvarianten vor, die beispielsweise auch Attraktionen wie eine Breitrutsche, Sprungplattform sowie Schwalldusche oder Massagedüsen beinhalten, aber insbesondere die dringend erforderliche Erneuerung der Badetechnik, die 1/3 der Kosten ausmacht.

    Kämmerin Bettina Kist stellte die finanzielle Situation dar. Die Kosten in Höhe von 6,3 bis 6,9 Mio. Euro, je nach Wahl der Planvariante, könnten nach heutigem Stand mit 1 Mio. Euro Eigenfinanzierung gestemmt werden, der Rest ist durch Darlehen zu finanzieren bzw. man hofft noch auf Zuschüsse. Die Entscheidung über einen Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum wird erst im April fallen. Bei der Entscheidung über einen Zuschuss des Bundes, die schon hätte im Oktober fallen sollen, gibt es aufgrund einer geplanten Erhöhung der Mittel eine Verzögerung. Sollte hier ein positives Signal vorliegen, würde dies die endgültige Entscheidung zum Start der Sanierung um einiges leichter machen. Es könnte sich hier um ca. 2 Mio. Euro handeln. Ohne Einrechnung des Zuschusses hätte die Gemeinde mit einer 20-jährigen Belastung von jeweils rund 270.000 Euro zu rechnen, mit Zuschuss wären es nur rund 180.000 Euro. Unwägbarkeiten auf diese lange Zeit hin sind jedoch Konjunkturlage, Zinsniveau und die sonstigen Belastungen bzw. unvorhergesehenen Dinge in der Gemeinde, wie beispielsweise Hochwasser oder Ähnliches. Eine Grundsteuererhöhung kann deshalb zukünftig nicht ausgeschlossen werden.

    Die Bürgerinnen und Bürger meldeten sich anschließend rege zu Wort. Hierbei gab es viele Verständnisfragen zu beantworten und auf durchaus sinnvolle Vorschläge einzugehen. Als Stimmungsbild konnte mitgenommen werden, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr Bühlot-Bad behalten möchten, sich der finanziellen Risiken und der nicht einfachen Entscheidung des Gemeinderates jedoch sehr wohl bewusst sind.

    Bürgermeister Hans-Peter Braun bedankte sich für die rege Beteiligung und brachte die Wünsche und Gedanken aller auf den Punkt: „Bleibt zu hoffen, dass sich die finanziellen Dinge so entwickeln, dass die Entscheidung im Frühjahr leichter fällt“.

  • Fünf Module in “moderner Heimatkunde” haben die Grundschulkinder der Dr.-Josef-Schofer-Schule im vergangenen Schuljahr absolviert. Schon mit den ersten vier Modulen hatte die Grundschule die Voraussetzungen erfüllt, um vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) als Naturpark-Schule ausgezeichnet zu werden. Am Dienstag überreichte Jürgen Bäuerle, Vorsitzender des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Landrat von Rastatt, die offizielle Urkunde und eine Plakette mit dem Schriftzug „Naturpark-Schule“ an Schulleiter Bernhard Schmidt. „Ich freue mich, dass das Konzept der modernen Heimatkunde in unserer Region so gut angenommen wird“, sagte der Landrat bei der Übergabe. „Und es geht weiter: Im nächsten Jahr sind vier weitere Naturpark-Schulen geplant.“ Bäuerle ist stolz auf das Engagement in seinem Kreis: Fünf der sieben bislang zertifizierten Naturpark-Schulen liegen im Landkreis Rastatt.

    In den fünf Unterrichtsmodulen lernten die Kinder mit externen Partnern das Wichtigste über Apfelbäume und Streuobstwiesen im Wechsel der Jahreszeiten, über Ziegenhaltung, Bienenzucht und Wildkräuter. Außerdem sammelten sie Äpfel auf Streuobstwiesen und sahen zu, wie sie zu Saft gepresst werden. „Ich freue mich, dass die Naturpark-Schule bei den Schülern, Lehrern und natürlich bei den außerschulischen Partnern auf so gute Resonanz gestoßen ist“, sagte Schulleiter Bernhard Schmidt.

    Bühlertals Bürgermeister Hans-Peter Braun ergänzte: „Das Gleiche gilt für unsere Gemeinde. Wir freuen uns, als erste Gemeinde im Naturpark gleich zwei Naturpark-Schulen auszeichnen zu können.“ Die Kinder zeigten auch bei der Auszeichnungsfeier ihr Engagement: Der Schulchor trug Lieder vor, die Bläserklasse der beiden Bühlertäler Naturpark-Schulen musizierte und in einem Film wurden die Projekte des vergangenen Jahres präsentiert. Bis zu acht Unterrichtsmodulen pro Schuljahr stehen für die vier Grundschulklassen auf dem Stundenplan. Das Wissen in der Praxis vor Ort wird von externen Partnern vermittelt. Das sind zum Beispiel Handwerker, Landwirte, Obst- und Gartenbauvereine oder auch die Großeltern der Kinder. Ob draußen in der Natur, auf Bauernhöfen, in Werkstätten, Betrieben oder historischen Bauwerken – die Schulkinder lernen ganz hautnah die spannenden Zusammenhänge des „richtigen“ Lebens in ihrer Heimat kennen.

    Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker freut sich über den Zuwachs: „In diesem Herbst ging es Schlag auf Schlag: Die Dr.-Josef-Schofer-Schule erhält die dritte Auszeichnung nach den Grundschulen in Dornhan und Bischweier. Im nächsten Jahr kommen vier weitere Naturpark-Schulen hinzu, darunter auch die erste Realschule.“

  • So ganz leise in den wohlverdienten Ruhestand gehen konnte Bademeister Bernhard Horn dann doch nicht. Schon während der letzten Woche wurde er morgens von den Frühschwimmern mit einem zweiten Frühstück überrascht. Viele Besucher kamen in den letzten Tagen nochmals um sich von ihm zu verabschieden und ihm für seine vielen Jahre als Bademeister „Danke“ zu sagen, u. a. auch Bürgermeister Hans-Peter Braun und Kämmerin Bettina Kist im Namen der Verwaltung und des Gemeinderates. Die offizielle Verabschiedung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Der Sonntag bescherte zum einen Kaiserwetter zum anderen am Nachmittag nochmals ein gut gefülltes Bad mit über 200 Besuchern. Viele Familien hatten zusammen einen Imbiss organisiert und forderten die Badbesucher auf zu Ehren von Bernhard Horn zum Eingangsbereich zu kommen – eine gelungene Überraschung. Die Sprungtürme wurden nochmals in Beschlag genommen und sogar einige Mütter ließen es sich nicht nehmen zusammen mit ihren Kindern einen Sprung vom 5-Meter-Turm zu wagen. Kurzerhand ließ Bademeister Bernhard Horn einmalig zu was die ganzen Jahre aus Sicherheitsgründen verboten war – das Betreten der Mauer zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken und der gemeinsame Sprung der „Bühlertäler Menschenmauer“ samt Bademeister ins „Kalte Nass“.

  • Am Montag besichtigte der Bühlertäler Gemeinderat zusammen mit Vertretern der Verwaltung, Bademeister Horn und den beiden Planungsbüros drei Freibäder in der Region. Zuerst wurde das Familienbad in Seelbach bei Lahr besucht. Dabei konnten zahlreiche Eindrücke der in den vergangenen Jahren sanierten Badelandschaft gewonnen werden. Anschließend ging es in das neu gestaltete Freibad nach Achern. Danach schloss sich eine Besichtigung des Igelbachbades in Gernsbach an. Die Verwaltung und die Damen und Herren des Gemeinderates konnten dabei sowohl mit den Verantwortlichen der Verwaltungen als auch mit dem zuständigen Badepersonal Gespräche zur Technik sowie den Abläufen im Badebereich führen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden am Abend in einer kurzen Nachbesprechung erörtert und werden bei der Neugestaltung unseres Bühlot-Bades sicherlich seinen Niederschlag finden. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen wird sich nun der Gemeinderat mit der Vorentwurfsplanung beschäftigen. Im Anschluss daran gibt es eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger, bei der Anregungen zur Vorentwurfsplanung vorgetragen werden können.

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