Entlassfeier der Dr.-Josef-Schofer-Schule

Mit einer phantasievollen und heiteren Abschlussfeier, der eine Ahnung von Wehmut innewohnte, verabschiedeten sich die 17 Neuntklässler der Dr.-Josef-Schofer-Schule offiziell aus dem Hauptschulbetrieb. Laut Schulleiter Walter Meer werden elf von ihnen eine zweijährige, zur mittleren Reife führende Berufsfachschule besuchen. „Sechs werden in einer dualen Ausbildung gestandene Berufe ergreifen", sagte Meer: Diese reichten vom Landwirt bis hin zur Konditorin. Wesentlich für das Erreichen der Lebensziele, so Meer, sei nicht die besuchte Schulart, „sondern die Einstellung und die Kompetenzen, die ein Mensch mitbringt oder erwirbt". Einige Anregungen für die Zukunft gab er den Schülern gleich mit auf den Weg: Etwa, dass Erfolg lernbar sei. „Genie ist zu 90 Prozent Inspiration und zu 99 Prozent Transpiration", zitierte er Thomas Edison. Zunächst müsse jeder für sich definieren, was er als Erfolg werte. Anschließend gelte es, die Ziele „Schritt für Schritt" zu verwirklichen und sich auch jene berühmten Menschen vor Augen zu halten, die ihre Ziele trotz aller Hindernisse beharrlich verfolgt hätten: „Einstein schaffte die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium nicht. Er war schlecht in Mathematik." Bürgermeister Hans-Peter Braun packte den Schülern einen imaginären Koffer mit jenen Dingen, die ihm wichtig erschienen. Neben Gesundheit und Glück gehörten dazu unter anderem „ein Beruf, der erfüllt und Freude bereitet", ein Weltatlas zur Erweiterung des Horizontes und eine Wurzel, die bedeute: „Vergesst nie eure Heimat!" Braun wünschte den Schülern eine „gute Reise" auf ihrem Weg in die Zukunft. Sehr persönlich wandte sich Klassenlehrer Bernhard Schmidt an „seine" Truppe, die er als „Schülerleins" bekommen habe und nun als „grooooße Schüler" verabschiede. Der Konrektor, teilweise sichtlich gerührt, rief gemeinsame Unternehmungen und lustige Anekdoten in Erinnerung: „Es war eine Zeit, in der wir uns sehr gut kennengelernt haben", blickte er zurück - trotz einiger Rückschläge geprägt vom „harmonischen Miteinander". Schmidt lobte den Fleiß der Klasse, die sich gerade in der letzten Phase als sehr leistungsstark erwiesen habe. Auch seien tolle Projektarbeiten präsentiert worden. „Es ist beeindruckend, wie ihr euch für eure Schule eingesetzt habt." Bei der Zeugnisübergabe gab es Auszeichnungen: Einen Preis erhielt die Klassenbeste Valerie Schmidt (Notendurchschnitt: 1,6), Lob gab es für weitere Schüler mit sehr guten bis guten Durchschnitten: Lenina Vogt, Vanessa Karle, Sabrina Kappler, Daniel Wanten, Steven Garroudy, Anika Orben und Felix Brügel. Den Schulsozialpreis der Gemeinde für besonderes soziales Engagement - eine Trainingsjacke mit der Aufschrift „Bühlertal" - überreichte Hans-Peter Braun an Nina Rogge, die sich in der Klasse durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ausgezeichnet habe. Die erfolgreiche Sportlerin des Budo-Kai sei zudem eine tolle Botschafterin für Bühlertal, verdeutlichte Braun den Hintergrund des diesjährigen Preises. Die Schüler selbst brachten sich über vielseitige Darbietungen ein: „Die Mädchen" hatten einen gut choreographierten Schwarzlichttanz einstudiert; „die Jungs" ließen Puppenfiguren vor einem weißen Tuch mit viel Komik zu den „Comedian Harmonists" mutieren; zu einer bunten Diashow wurde innig „Es war ne geile Zeit... es ist vorbei" (Juli) gesungen, und die eigens gereimten Gedichte für Mitschüler und Lehrer erwiesen sich als gute Mischung aus Frechheit und Zuneigung. Gegenseitige Geschenkübergaben rundeten die gelungene Abschiedsfeier ab.